Facebook Marketplace nun auch in Deutschland gestartet

Kennt ihr das noch? Es gab einmal eine Zeit, wenn man da etwas Gebrauchtes verkaufen wollte, dann ging man zu Zeitung und gab dort eine private Verkaufsanzeige auf. In einer solchen Anzeige hieß es dann zum Beispiel: »Alte Schellackplatten zu verkaufen, Stück 3 DM, Tel. 05723123456«.
Wer weitere Informationen haben wollte, der musste sich dann schon telefonisch an den Verkäufer wenden. Das ganze kostete den Verkäufer ein paar Mark und in den meisten Fällen auch einen Weg zur Zeitung. Später konnte man natürlich auch telefonisch entsprechende Anzeigen aufgeben.
Dann kam das Internet und mit ihm solche Dienste, wie zum Beispiel eBay. Seitdem es Facebook gibt, haben einige findige Nutzer Gruppen dort eingerichtet, die sich in der Regel »Flohmarkt« oder »Verkäufe« nennen und die sich an ein regionales Publikum wenden. Dort kann man dann kostenlos Anzeigen aufgeben, um gezielt im Lokalen Käufer zu finden. Zu den einzelnen Anzeigen gehört natürlich auch immer mindestens ein Foto, meist jedoch sogar mehrere Bilder.
Was eBay kann, und was die Nutzer auf Facebook in einzelnen Gruppen versuchen, das, dachte sich Facebook, das können wir auch. Und so gibt es seit einigen Tagen inzwischen auch in Deutschland den Facebook Marktplace. Dort kann man, abhängig von seinem Standort, eingeben, welche Produkte man sucht und bekommt diese dann mit Wort und Bild dargestellt.
Einige Kritiker bemängeln, dass Facebook damit mal wieder bei einem anderen klaut, in diesem Fall halt bei eBay. Doch sind wir mal ehrlich, wen wundert das? Schließlich wird überall im Internet geklaut, wobei klauen hier das falsche Wort ist. Gute Ideen werden kopiert. Das ist noch nicht einmal verwerflich, dass es schlicht und einfach Marketing. Kaum hatte Apple ein Telefon, dass man über ein Touchdisplay bedienen konnte, zogen auch schon andere Hersteller nach. Und selbst Microsoft hat viele seiner Ideen gar nicht selbst entwickelt, sondern schlicht und einfach durch Zukäufe ins Unternehmen integriert. Und, wen wundert es, die grafische Benutzeroberfläche ist auch keine Erfindung von Microsoft, auch wenn Windows hier sicherlich später eine treibende Kraft war.
Darum sollte es keinen verwundern, dass Facebook auch auf dem Markt der Gebrauchtwaren mitmischen will und sich hier etwas am Kleinanzeigenmarkt von Ebay orientiert.
Für den Kunden ist es im Prinzip ein weiterer Service, der sicherlich auch von vielen angenommen werden wird. Denn schließlich ist es mir egal, ob ich meine gebrauchten CDs über eBay oder einen anderen Dienst anbiete, Hauptsache sie werden verkauft.

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Autor: Heiko Reckert

Journalist Autor Dozent in der Erwachsenenbildung

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