Datenschutz-Grundverordnung – Was ist das eigentlich?

regulation-3246979_1280Datenschutz-Grundverordnung, dieses Wort geistert in letzter Zeit vermehrt durch die Medien. Und fast überall ist zu lesen, dass diese neue Verordnung nicht nur große Firmen, sondern auch kleine Unternehmen und Vereine betrifft. Immerhin gilt die Verordnung bereits am dem 25. Mai 2018. Doch was sagt die neue Datenschutz-Grundverordnung aus? Welche Veränderungen müssen wir in unseren Datenbeständen vornehmen?
Das ist gar nicht so einfach in einem Satz erklärt. Und selbst dieser Artikel hier wird nicht dazu ausreichen, allumfassend über dieses Thema zu informieren. Deswegen habe ich am Ende dieses Artikels noch eine Literaturempfehlung, die auf etwas über 60 Seiten genau informiert, was die neue Verordnung für uns bedeutet.
Als Kerninformation kann man jedoch festhalten, dass die neue Datenschutz Grundverordnung zunächst einmal für besseren Datenschutz sorgen soll. Zudem soll sie sicherstellen, dass immer transparent ist, wie wann und in welchem Umfang Daten verarbeitet werden. Das fängt mit der Zuständigkeitsverteilung bezüglich der Datenverarbeitung im Betrieb an, geht möglicherweise über die Einstellung eines Datenschutzbeauftragten, und hört noch nicht damit auf, dass Betriebe und Vereine ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten erstellen müssen. Dort wird ganz genau aufgelistet und beschrieben, welche Daten, in welcher Art und Weise, von welchen Mitarbeitern, wo verarbeitet werden. Darüber hinaus gibt dieses Verzeichnis darüber Auskunft, an welche Stelle mögliche Daten an Dritte übermittelt werden. Gegebenenfalls sind dann mit externen Mitarbeitern einzelne Verträge zu schließen.
Darüber hinaus muss künftig sichergestellt sein, dass die Daten wirklich geschützt sind. Hierzu ist es unter Umständen notwendig, Laufwerke zu verschlüsseln, E-Mail Übertragung auf verschlüsselter Basis vorzunehmen oder weitere Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Zu den weiteren Sicherungsmaßnahmen gehört auch, dass nur Mitarbeiter die berechtigt sind, entsprechende Daten einzusehen, dies auch können. Geschäftliche Daten auf Privatrechnern oder Rechner, die für jeden zugänglich irgendwo im Betrieb stehen, sind natürlich nicht gestattet.
Ein weiterer wichtiger Punkt der Datenschutz-Grundverordnung ist der Hinweis, dass die sogenannten Betroffenen, das sind die Personen, von denen wir Daten gespeichert haben, das Recht haben diese einzusehen, löschen zu lassen, oder entsprechend korrigieren zu lassen. Über dieses Recht muss entsprechend informiert werden. Diese Regelungen betreffen die Datenverarbeitung im Allgemeinen.
Besondere Regelungen für Internetangebote, sind aber ebenfalls zu berücksichtigen. Auch hierzu gibt es am Ende des Berichts einen Link.
Für kleine Unternehmen und Betriebe bedeutet dies einen zum Teil erheblichen größeren Arbeitsaufwand. Insbesondere da, wo Daten zum Teil auf privaten Computern gelagert wurden, was man sich im Vereinsbereich sehr gut vorstellen kann, könnte unter Umständen demnächst eine Änderung nötig sein.
Wie setzt ihr die Datenschutz-Grundverordnung um?

Ein Buch zum Thema:
https://www.amazon.de/Erste-Datenschutz-Grundverordnung-Unternehmen-Vereine-Sofortma%C3%9Fnahmen-Paket/dp/3406716628

Link der Deutschen Gesellschaft für Datenschutz für Betreiber von Internetseiten:
https://dsgvo-muster-datenschutzerklaerung.dg-datenschutz.de/

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Wie wäre es mit einem Facebook-Urlaub?

Nachdem ich mich vor einigen Tagen von Facebook verabschiedet habe (zumindest die private Nutzung gebe ich vorerst auf), hat sich gezeigt, dass man auch sehr gut ohne Facebook leben kann. Einfach, um zu testen, wie das ist, sollte vielleicht jeder mal einen dreiwöchigen Facebook-Urlaub nehmen. Könnt ihr noch ohne? Oder ist Facebook schon so etwas wie der Kaffee am Morgen (ohne den kann ich nicht) oder das Bier am Abend (ohne das kann ich sehr gut)?

Gibt es eigentlich so etwas wie „Facebook-Sucht“? Man kann spielsüchtig sein, mittlerweile auch smartphonesüchtig, aber kann man auch süchtig nach einem sozialen Netzwerk sein? Was meint ihr?

Tschüss Facebook

Viele Menschen tun so, als wäre der jüngste Datenskandal bei Facebook eine besonders große Überraschung. Dies ist mitnichten der Fall. Dass man anhand von wenigen Likes sehr schnell sehr genaue Vorstellungen über die Wünsche, Einstellungen und politische Gesinnung eines Facebook Nutzers gewinnen kann, sollte keinen überraschen. Dass es Firmen gibt, die auf diese Art und Weise versuchen, mit Daten Geld zu verdienen, darf ebenfalls nicht wundern. Doch warum regen sich alle nun so auf?

Die Antwort darauf ist relativ einfach: Weil sich viele Menschen Sorgen um ihre Daten machen, jedoch nicht auf die Vorzüge von Facebook verzichten möchten oder können. Dies gilt auch für mich. Facebook war und ist für meine berufliche Tätigkeit ein wichtiges Marketinginstrument. Privat habe ich es eher selten genutzt. Ich gehe nicht davon aus, dass sich irgendjemand dafür interessiert, was ich heute Mittag essen möchte oder was ich von diesem oder jenem Produkt halte. Ich kenne so manchen Nutzer hier bei Facebook, der offenbar schon denkt, dass sich seine Umgebung für seine Essgewohnheiten interessiert.

Ich habe ich mich entschieden, meine privaten Facebook Aktivitäten bis auf weiteres ruhen zu lassen. Ich werde mich nach wie vor in den berufsrelevanten Gruppen herumtreiben, werde dort Ratschläge geben, und Informationen sammeln. Doch das soll es dann gewesen sein.

Für die meisten meiner Freunde auf Facebook wird es wohl auch kein großer Verlust sein, nicht alle sechs Monate einmal etwas von mir zu lesen. Wer dennoch informiert bleiben will, der kann sich solche Informationen über meine Blogseite holen oder mich auf Twitter besuchen. Jetzt wird so mancher sicherlich sagen, dass Twitter ja auch keinen Deut besser sei. In gewissen Grenzen stimmt dies auch. Aber das ist wohl bei allen Social Media Diensten der Fall. Was ich im Moment allerdings sehe, ist die Tatsache, dass, insbesondere in Deutschland, Facebook eine ähnliche Vormachtstellung im Social Media Bereich hat, wie dies zum Beispiel im Bereich der Betriebssysteme mit Windows der Fall ist. Also macht es Sinn, auch andere, alternative, Dienste zu nutzen und hier wäre Twitter eine gute Option.

Also, tschüss Facebook, zumindest im privaten Bereich und hallo Twitter und Blogseite.

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