Warum schreibt heute noch jemand Gedichte?

Oh Schreck, er hat einen Band mit Gedichten veröffentlicht, wer will heute noch Gedichte lesen?
Ja, wer will das heute noch? Lyrik hat nicht mehr die Bedeutung, die sie zu Zeiten unserer Klassiker hatte. Sogar in der Schule verzichtet man heute darauf, Schillers »Die Glocke« zu lesen oder gar auswendigzulernen und auch »Der Taucher« wird nicht mehr in der Schule besprochen. Wenn, dann geht es oft um »Gegenwarteslyrik« und die lesen die Schüler dann auch nur, weil der Lehrer sie zwingt oder weil man sich daran üben kann, Gedichte zu interpretieren.
Spätestens, seit ich vor knapp 30 Jahren in der Berufsschule einmal eines meiner eigenen Gedichte interpretierte, und zwar in eine völlig falsche Richtung, die ich beim Schreiben nie im Gedanken hatte, und dafür dann eine 2 bekommen habe, sind mir Interpretationen nach der Maßgabe: »Was will uns der Autor damit sagen?« völlig suspekt. Bei einer Interpretation von Georg Trakls »De Profundis« bin ich hingegen kläglich gescheitert. Wer sich versuchen möchte, hier kann man das Gedicht nachlesen: http://gutenberg.spiegel.de/buch/georg-trakl-gedichte-5445/6
Hier soll doch bitte jeder interpretieren, was er persönlich für sich in dem Text liest und nicht, was er Autor sich wohl dabei gedacht haben könnte.
Um es klar zu sagen: Ich will zwar jeden ermutigen, sich auch mit dem Autor und seinen Beweggründen auseinanderzusetzen, was besonders bei Trakl durchaus interessant war, aber jeder Lehrer sollte sich davor hüten, bei seiner Bewertung solche Versuche dann auf eine einzige Interpretationsrichtung zu setzen und alles andere als mangelhaft oder ungenügend abzutun. Außer, er hat vorher mit dem Dichter gesprochen, was, zumindest bei Schiller und Trakl, nicht mehr so leicht machbar sein wird.
Also warum schreibe ich noch Gedichte? Früher waren Gedichte für mich die kürzeste Form, Gedanken auf das Papier zu bringen. Heute arbeite ich eher an längeren Texten. Ich werden in den nächsten Tagen noch etwas darüber schreiben, welche Projekte genau geplant sind, aber ein Roman ist quasi fertig, ein weiteres in der »Produktion« und nach zwei Sachbüchern, die bereits erschienen sind, ist ein drittes Sachbuch in Planung. Gedichte »mogeln« sich also nur alle paar Wochen mal auf das Papier oder besser gesagt in die Tastatur und dann auf die Festplatte.
Der Gedichteband »Gesammelte Wünsche« ist sozusagen der »Vorbote« der Texte, die demnächst noch kommen werden. Nachdem das Sachbuch über Public Relations beim Litho Verlag erschienen ist, hatte ich mich für das Buch über Word und Powerpoint für Projektarbeiten eines »Print-On-Demand-Dienstes« bedient. Dieses Buch wird bei BOD gedruckt. Bevor die weiteren Projekte nun starten, wollte ich einen weiteren Dienst dieser Art testen. Die Sammlung »Gesammelte Wünsche« ist bei epubli erschienen.
So ganz »Testobjekt« sollte das Buch aber natürlich nicht sein. Immerhin haben über die Jahre einige meiner Bekannten und Freunde meine Texte gelesen und hatten vereinzelt auch Spaß daran. Für alle die habe ich eine Reise durch vier Jahrzehnte meiner Lyrik auf 92 Seiten zusammengestellt.
Wer interessiert ist: Gesammelte Wünsche gibt es bei allen großen Online-Händlern und im Buchhandel als E-Book und als Paperback. Bestellen könnt ihr z.B. auf dieser Seite: https://www.epubli.de/shop/buch/Gesammelte-W%C3%BCnsche%E2%80%94Liedertexte-und-Lyrik-vier-Jahrzehnten-Heiko-Reckert-9783745009866/66340

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Neue Facebook Seite zu meiner Arbeit als Autor

Noch eine Meldung in eigener Sache. Ab sofort gibt es eine Facebook Seite, auf der ich mich ausschließlich mit meiner literarischen Arbeit beschäftige. Die Seite ist zu erreichen unter: https://www.facebook.com/Textekiste/
Postings von dort werden sich in der Regel auch hier finden, ein Blick auf Facebook lohnt aber trotzdem. Ich bin für jeden Like dankbar.

Literaturempfehlung in eigener Sache

Zum Wochenende will ich euch mit einer Literaturempfehlung in eigener Sache entlassen. Ab sofort ist die Lyriksammlung „Gesammelte Wünsche“ in allen (wichtigen) Onlineshops erhältlich, also nicht mehr nur direkt bei epubli.

http://www.weltbild.de und http://www.buch.de (Thalia) bieten auf ihren Seiten beide Versionen an, gedruckt und als eBook. In den anderen Shops, also z.B. http://www.buecher.de, http://www.ebook.de und http://www.kobo.de gibt es mindestens das eBook.

Übrigens: Auch wenn bei Kobo steht, dass das Buch nur 28 Seiten hat, sind es natürlich nach wie vor 92 Seiten (zumindest in der Druckfassung).

 

 

Kann man als Biertrinker wirklich erfolgreicher studieren?

Die Meldung des Tages, die vielen wohl ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert hat, war eine von Spiegel-Online. Das Nachrichtenmagazin vermeldete:

Wer Bier trinkt, bricht seltener das Studium ab

Glaubt man dem Spiegel, dann schmeißt derzeit etwa jede Dritte sein Studium noch vor dem Abschluss hin. Ein dänisches Institut hat offenbar festgestellt, dass Studenten, die häufiger Alkohol trinken, auch häufiger ihr Studium beenden.
Dieses Beispiel zeigt sehr deutlich, was eine sogenannte Scheinkorrelation ist. Scheinkorrelationen treten immer dann auf, wenn bei den gemessenen Größen kein Kausalzusammenhang besteht. Bekanntestes Beispiel ist das Aufkommen von Störchen und die Geburtenrate. Auf diese Art und Weise lässt sich auch nachweisen, fälschlicherweise natürlich, dass Fluglärm das AIDS-Risiko steigert und das Orchester Dirigenten im Schnitt vier Jahre länger leben, als der Rest der männlichen Bevölkerung.
Der Fehler wird einem klar, wenn man sich vor Augen führt, dass Orchesterdirigenten sicherlich erst dann Orchesterdirigenten werden können, wenn sie ein entsprechendes Alter erreicht haben, das eine solche Position eine gewisse Ausbildung und Erfahrung voraussetzt. So wird es kaum einen 25-jährigen Orchesterdirigenten geben. Und wer mit 25 Jahren stirbt, wird sicherlich nie Orchesterdirigenten werden. Noch anschaulicher ist das Beispiel, wenn wir uns das durchschnittliche Alter von Päpsten anschauen. Diese sind im Schnitt sicherlich auch deutlich älter, als die normale menschliche Bevölkerung. In der Regel wird man nämlich nicht als Jugendlicher oder junger Erwachsene zum Papst gewählt.
Zum Glück erklärt uns der Spiegel auf seiner Seite, dass es sich bei dem Bier-Beispiel um eine solche Scheinkorrelation handelt. Dass man dennoch zunächst erst einmal die Seite klickt, um zu prüfen, ob man künftig während des Studiums mit gutem Gewissen zum Alkohol greifen kann, ist dann allerdings schon ein bisschen hinterhältig.

Die Antwort, warum der Bier-Studium Zusammenhang besteht, ist einfach. Gesellige Studenten steigern durch gemeinsame Aktionen, z.B: Studentenparties, in vielen Fällen ihre Motivation zum Studium. Wer Kontakt zu Mitstudierenden hat, schmeißt also seltener hin. Ob bei diesen Treffen dann aber Alkohol oder Milch getrunken wird, ist völlig nebensächlich.

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/verblueffender-effekt-wer-bier-trinkt-bricht-seltener-das-studium-ab-a-1161904.html

Gesammelte Wünsche nun auch als eBook

Heute habe ich die eBook-Version der Gedichtesammlung „Gesammelte Wünsche“ fertiggestellt und bei epubli hochgeladen. Dort gibt es das Buch ab sofort zum Download. Die anderen Anbieter: Amazon, Google-Books, Apple, Weltbild, Kobo und wie sie alle heißen, werden das Buch dann in den nächsten Tagen in ihre Shops aufnehmen. Wer so lange nicht warten will, kann das Buch direkt bei epubli unter der Adresse: https://www.epubli.de/shop/buch/Gesammelte-W%C3%BCnsche—Liedertexte-und-Lyrik-vier-Jahrzehnten-Heiko-Reckert-9783745009866/66340 kaufen. Der Preis des eBooks beträgt 1,99 Euro. Die Taschenbuchausgabe gibt es für 6,99 Euro.

Neues Buch: Gedichtband aus vier Jahrzehnten erschienen

So, jedes Jahr steht ein neues Buch aus eigener Feder (Tastatur) auf dem Plan. Das ist auch 2017 nicht anders.
2015 war es »Public Relations für Bäderbetriebe«, erschienen im Litho Verlag. 2016 habe ich mich dann mit Computern beschäftigt und bei BOD »Microsoft Word und PowerPoint 2016 für Projekt- und Studienarbeiten« 200herausgebracht. 2018 wird wohl ein Roman fertig und 2019 unter Umständen der nächste Roman. Ach ja, und ein weiteres PR-Buch ist auch schon in der Planung. Viel zu tun also in den kommenden Jahren.
Ob ich diese neuen Projekte dann über einen Verlag oder einen Demand-Dienst anbiete, ist noch nicht sicher.
2017 habe ich als Demand-Anbieter epubli getestet. Ab sofort gibt es im Shop von epubli das Buch »Gesammelte Wünsche – Liedertexte und Lyrik aus vier Jahrzehnten«. Auf 92 Seiten habe ich alte und neue Texte zusammengestellt, die bisher in der virtuellen Schublade schlummerten. Bisher gibt es das Buch nur in gedruckter Fassung und zunächst auch nur auf den Seiten von epubli. Bei Amazon und anderen Anbietern wird es aber in ca. zwei Wochen erscheinen. Meine beiden anderen Bücher gibt es neben der gedruckten Fassung jeweils auch als eBook. Alle Links findet ihr unten. Teilen ist erlaubt und gewünscht.
https://www.epubli.de/shop/buch/Gesammelte-W%C3%BCnsche—Liedertexte-und-Lyrik-vier-Jahrzehnten-Heiko-Reckert-9783745009514/66305
https://www.bod.de/buchshop/microsoft-word-und-powerpoint-2016-fuer-projekt-und-studienarbeiten-heiko-reckert-9783741205545
https://www.badeliteratur.de/Reihe-Baedermanagement/Public-Relations-fuer-Baederbetriebe::876.html?MODsid=4a8f2e35becc5fede2ab64b0369d3612

Neuer Duden – Was bitte ist ein „Späti“?

Alle Jahre wieder beglückt uns der Duden mit einer neuen Auflage und, gerade in den letzten Jahren, auch immer mal wieder mit einer angepassten Neuen, neuen, neuen, noch neueren Rechtschreibung.
Immer wieder finden sich dann auch neue Wörter im Duden, die meisten schon längst in unserem Sprachgebrauch Einzug gehalten hatten. So gehören nun mit der aktuellen Auflage die Begriffe »Selfie«, »Tablet« und »postfaktisch« zur deutschen Sprache, genau wie »Emoji«, »Fake News« und »Honk«. Auch wenn die Bekanntheit von Honk noch relativ verbreitet sein wird, fragte ich mich doch: Was bitte ist ein »Späti«?
Natürlich habe ich mir die Übersetzung dazu rausgesucht. Mehr dazu morgen an dieser Stelle.
Eines der Kinder braucht übrigens nun für die Schule einen Duden. Da habe ich mich zur früh gefreut, denn ich dachte, sie könnte meinen »Alten« noch nutzen. Bei mir steht ein Wahrig im Regal und der reicht aus. Zudem ist bei meiner Textverarbeitung immer eine aktuelle Fassung des Duden integriert. Aber der alte Duden kennt eben kein »Selfie« und auch kein »postfaktisch«. Also muss wohl doch eine Neuauflage her.
Was sind eure besten »Neuwörter«? Steht das Wort »Neuwort«eigentlich im Duden?